UOA-Steuerung
 

 
  Die Umbauten nach anderthalb Jahren Betriebszeit finden Sie weiter unten.  
(Klicken öffnet größere Bilder)
Zur Aufbereitung meines Aquarienwassers verwendete ich seit 1995 eine Vollentsalzeranlage, bestehend aus zwei 16.000 Härteliter-Säulen. Die Regenerierung der Säulen mit Säure und Lauge wurde mir jedoch zunehmend lästig. Seit Januar 2005 habe ich deshalb eine Umkehrosmoseanlage in Betrieb. Meine Anlage ist mit Druckerhöhungspumpe ausgestattet. Damit erreicht sie ein Permeat-zu-Retentat-Verhältnis von rund 1:2,5 (andere aquaristische Anlagen erreichen oft nur 1:4, oder sogar noch schlechter), und eine Ausbeute von etwa 7 bis 10 Litern Permeat pro Stunde, das ist stark von der Wassertemperatur abhängig.

Umkehrosmoseanlage gesamt
 

  "Mist, Tonne übergelaufen..."

"Das sch*%§& Mischungsverhältnis stimmt schon wieder nicht..."

"Ach, Spülen vergessen..."


Welcher Umkehrosmoseanlagenbesitzer kennt das nicht? Aber die Anlage im Betrieb zu beaufsichtigen ist höchstens ein Job für einen dressierten Affen. Ich mache nicht gerne Arbeiten, die man besser einem Automaten überlässt. Und so habe ich die Wasseraufbereitung automatisiert.

 

 

 

 

 

  Meine Anlage hat dazu drei Magnetventile bekommen. Eines am Leitungswassereingang: UOA-Magnetventil
 
  Eines am Spülventil:

Spül-Magnetventil
 

  Und eines, das den Leitungswasserzufluß zum Verschneiden steuert: Leitungswasser-Magnetventil
 
  Die Steuerung der Anlage habe ich um ein Siemens LOGO! herum realisiert. Die offenen Stromschienen führen nur Schutzkleinspannung, keine Bange.

Zur Handsteuerung der Magnetventile dienen die drei blauen Taster oben. Die Schaltuhr bestimmt die Zeitdauer, während der die Umkehrosmoseanlage in Betrieb ist. Der Startknopf an der Zeitschaltuhr gibt folgenden Ablauf frei:
  1. Öffnet Leitungswasserzufluß zur Anlage,
  2. öffnet Spülventil für 30 Sekunden, um das abgestandene Wasser aus der Anlage ablaufen zu lassen,
  3. schließt dann das Spülventil und schaltet die Boosterpumpe zu.
  4. Alle Stunde wird das Spülventil für 30 Sekunden zur automatischen Spülung geöffnet. Das praktizieren die Profianlagen von Rowa oder HW-Wiegandt ebenso.
  5. Nach Ablauf der eingestellten Zeit wird nochmal für 30 Sekunden nachgespült.
LOGO!-Steuerung
 
 
  1. Der Leitungswasserzufluß zur Tonne öffnet solange, bis der Leitfähigkeitswächter meldet, das Wasser in der Vorratstonne sei nun richtig.
Leitfähigkeitselektrode

Leitfähigkeitswächter
 

 
  1. Eine Meldung des Füllstandswächters (Schwimmerschalter von Conrad-Electronic, Bestell-Nr. 155014) stoppt den Vorgang sofort an jeder Stelle.
Schwimmerschalter

Schwimmerschalter eingebaut
 

  Für denjenigen, den es interessiert, hier das Schaltprogramm des LOGO! als Funktionsblockdiagramm. Im Programm ist noch zusätzlich die Steuerung meiner Dünger-Dosiereinrichtung und die Zeitsteuerung meiner CDM-Beleuchtung enthalten, einschließlich einer Heißwiederzündsperre nach Netzausfall.

Eigentlich wollte ich den Prototypen nach dem Testlauf wieder zerreißen, und in einen Schaltschrank einbauen. Ich glaube, das spare ich mir, und setze die gesamte Tafel in einen Schaltschrank ein, so wie sie ist.

Ich bin gefragt worden, warum ich mir die Mühe eigentlich gemacht habe, man könne doch Umkehrosmoseanlagen bereits mit fertiger Steuerung kaufen. Nun, zum einen ist eine komplett gekaufte Steuerung unflexibel, und kann nicht den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Zum anderen verschafft ein fertig gekauftes Gerät nicht die Befriedigung, die von etwas mit dem eigenen Verstand Ersonnenem und den eigenen Händen Erbautem ausgeht.

 

 
  Update:

Der Durchsatz der Umkehrosmoseanlage ist stark abhängig von der Wassertemperatur. Deshalb ist auch die benötigte Zeit für eine bestimmte Wassermenge nicht gleichbleibend, sondern läuft der vorherrschenden Witterung nach. Die Zeitsteuerung hat sich daher nicht als die beste Lösung herausgestellt. Bei mir kam ziemlich bald der Wunsch nach einer volumenabhängigen Steuerung auf. Ein Weg wäre, einfach die Vorratstonne bei z.B. 50 l, 100 l und 150 l Füllstand mit weiteren Schwimmerschaltern zu versehen. Das war mir aber nicht "sophisticated" genug. Also habe ich den Perfektionisten raushängen lassen, und die Anlage mit einer einstellbaren Volumensteuerung nachgerüstet.
 

 
  Den Kern bildet ein von der Firma B.I.O-Tech vertriebener Durchflußmesser, den ich an den Permeatausgang angeschlossen habe. Das Gerät vom Typ 82202179N1,6 liefert in der mir gelieferten Version ab einem Durchfluß von 0,1 l pro Minute konstant 2700 Impulse je Liter.
 
Durchflußmesser
 
  Das LOGO! besitzt nur rudimentäre Rechenfunktionen und wäre mit dieser Impulsfrequenz überfordert. Nebenstehende Schaltung teilt die Impulse daher auf ein für das LOGO! erträgliches Maß herunter. Zudem übernimmt sie die Stromversorgung des Durchflußmessers. Skalierer
 
  Der Drehregler links gibt den Sollwert stufenlos einstellbar zwischen 1 und 200 Litern vor. Das Display des LOGO! zeigt Soll- und Istwert an. Sollwertvorgabe
 
  Das Gesicht der Steuerung hat sich auch ein wenig gewandelt. Der oben beschriebene prinzipielle Ablauf hat sich nicht geändert, jedoch kann ich jetzt auswählen, ob an den Lauf der Umkehrosmose anschließend das Wasser in der Vorratstonne noch mit Leitungswasser verschnitten wird, oder Schluß ist. Zudem habe ich für die Funktionen, die ich öfter mal so brauche, eine Handsteuerungsmöglichkeit vorgesehen.

Das neue Schaltprogramm des LOGO! können Sie sich hier herunterladen.

LOGO-Steuerung



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