Wissenswertes über
Leuchtstofflampen

Empty.gif (49 Byte)
Immer wieder tauchen in diversen Aquaristikforen Fragen zu Leuchtstofflampen auf, die oft mit bald über Generationen verbreiteten Mythen beantwortet werden.

Ich habe mich deshalb mal mit ein paar Fragen an einen Lampenhersteller gewandt. Der Firma Philips möchte ich hier nochmals herzlich für die Beantwortung meiner Fragen danken (hallo Herr Britz, hallo Herr Kohlsdorfer ;-))).

Frage: Warum fallen Leuchtstofflampen aus?
Antwort: Durch den Abbau des auf der Wendel befindlichen Emitters
¹ sowie der Ablagerung von Quecksilber² wird der Gasentladungsprozeß schließlich beendet.

[Anmerkung von mir:
¹) Auf den Heizwendeln an den Lampenenden befindet sich zur Verringerung der Elektronenaustrittsarbeit eine Schicht aus Erdalkalioxiden. Diese Schicht leidet mit der Zeit, wie bei anderen Elektronenstrahlröhren auch.
²) Quecksilber aus der Gasentladungssäule reichert sich in der Leuchtschicht an und steht daher dem Gasentladungsprozeß nicht mehr zur Verfügung.]

Frage: Fallen Leuchtstofflampen bei höheren Temperaturen schneller aus (z.B. 40 bis 50 Grad C in Aquarienabdeckungen)?
Antwort: Der Temperaturbereich zwischen 40 ° und 50 °C stellt kein Problem für die Lebensdauer dar. Allerdings ist der Lichtstrom nicht ideal.

[Anmerkung:
Der Lichtstromrückgang fällt zu höheren Temperaturen deutlich geringer aus, wie zu niederen, siehe auch dazu die Grafik von Philips. Bei den in meiner Abdeckung eingesetzten FQ-Lampen ist das Wirkungsgradmaximum zu höheren Temperaturen verschoben, Grafik von Osram. Bei meinen bisherigen Messungen erreichte die Temperatur im Raum zwischen den Lampen und der Spitzwasserschutzscheibe etwa 35 - 40 °C.]

Frage: Warum geht der Lichtstrom zurück?
Antwort: Der Lichtstromrückgang über die Lebensdauer ist hauptsächlich durch Ablagerungen im Leuchtstoff bedingt. Allerdings beträgt er bei der TL-D Super 80 recyclebar max. 10 % über die Lebensdauer.

[Anmerkung: Der abgestrahlte UV-Anteil nimmt über die Lebensdauer nicht zu.]

Frage: Wie ist der Begriff "wirtschaftliche Nutzlebensdauer" definiert?
Antwort: Die Nutzlebensdauer nennt man die Zeit, bis der Anlagenlichtstrom nur noch 80 % des Ausgangswertes (100 Stunden-Wert) beträgt, d.h. Ausfallrate multipliziert mit dem [relativen] Lichtstrom ergibt einen Wert größer oder gleich 80 %.

[Anmerkung: Die Nutzlebensdauer ist also die Zeit, nach der eine Lampe entweder ausgefallen ist, oder einen Lichtstrom von weniger als 80 % des Ausgangswertes aufweist. Moderne Dreibandenlampen besitzen einen Lichtstromrückgang von weniger als 10% über ihre gesamte Lebensdauer, d.h. Dreibandenlampen fallen immer vor Erreichen der 80 %-Marke beim Lichtstrom aus. Das heißt aber auch, daß man Dreibandenlampen tatsächlich solange betreiben kann, bis sie nicht mehr zünden.]

 

left_s.gif (1093 Byte) home_s.gif (1921 Byte) katze_k.GIF (1196 Byte) turm_k.GIF (1267 Byte) buch_k.GIF (1228 Byte) mail_k.GIF (1344 Byte)
[zurück] [Start] [Katze live] [Turm] [Gästebuch] [eMail] [Impressum]